Es gibt verschiedene Funktionsweisen, wie Kaffee auch heutzutage noch hergestellt wird.
Eine Vorgängerin unserer heutigen Kaffeemaschine ist zum Beispiel die Kranenkanne, die im Sprachgebrauch auch „Dröppelminna“ genannt wurde. Sie funktionierte ohne Filter und wurde vorwiegend in Norddeutschland benutzt. Die Kranenkanne ist eine dickbauchige, birnenförmige Kanne, die einen kleinen Hahn besitzt, über den der Kaffee herausgelassen wird. Diese Kanne funktionierte ohne Filtertüte. Der Kaffeesatz schwamm lose in der Kanne herum. Da er beim Ausgießen den Ausguss leicht verstopfte, tröpfelte der Kaffee meistens nur langsam in die Tasse. Daher erhielt die Kanne auch ihren Namen „Dröppelminna“.
Eine einfache Art, auch heute noch angewendet, bietet die Funktionsweise French Press. Bei dieser Art „Kaffeemaschine“ befindet sich der Kaffeefilter mitten in der Kanne. Das heiße Wasser wird direkt auf den gemahlenen Kaffee gegeben und nach drei bis fünf Minuten Ziehdauer wird der Kolben heruntergedrückt. Man sagt dieser Methode ein stärkeres Aroma nach, als beim gefilterten Kaffee.
Der Potsdamer Boiler ist eine Kaffeemaschine, die eigentlich aus einer Kaffeekanne mit aufgesetztem Kaffeefilter besteht. Die Konstruktion dieser Kaffeemaschine ist etwas ganz Besonderes. Zwei Behälter, davon einer mit und einer ohne Tülle, werden übereinander befestigt und sind nur durch einen fest installierten Kaffeefilter in ihrer Mitte getrennt. Das Kaffee kochen geschieht so, dass man den Apparat auf den Kopf dreht, den unteren Teil mit Wasser füllt und den oberen Teil darauf schraubt. Dieser Teil ist die eigentliche Kaffeekanne, deren Tülle nun nach unten zeigt. Die Kanne wird erhitzt und sobald das Wasser kocht, wird sie umgedreht und erhält gefilterten Kaffee. Solche Kannen waren in Italien sehr beliebt und verbreitet.