Mo 15 Feb 2010
William Howard Hay, ein New Yorker Arzt, der 1866 bis 1940 gelebt hat, entwickelte die nach ihm benannte Ernährungsform. 1907 bis 1992 lebte der deutsche Arzt Heinrich Ludwig Wab, der die Trennkost in Deutschland verbreitete. Der Grundgedanke der Hayschen Trennkost liegt in der Trennung von kohlehydrathaltigen und eiweißhaltigen Lebensmittel. Die Menge ist dabei unerheblich. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollten 3 bis 4 Stunden liegen. Der störungsfreie Ablauf der Verdauung ist das Hauptanliegen der Trennkost. Wenn Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt werden, können Enzyme besser an die Nahrung andocken. Ptyalin ist hierbei für die Aufspaltung von Stärke zuständig. Pepsin sorgt bei der Eiweißaufspaltung für eine schnellere Darmentleerung. Nach der Meinung von Hay kann der Mensch Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdauen. Aus diesem Grunde seien Hülsenfrüchte, die beides enthalten als Lebensmittel nicht geeignet. Wenn jedoch beide Lebensmittelgruppen zusammen konsumiert würden, würde es zu Gärungsprozesse im Dünndarm kommen.
Nach neuesten Erkenntnissen der Medizin soll die Trennung von Fett und Kohlenhydrate eine erheblich bessere Wirkung auf den Körper haben. Olaf Adam hat ein System entwickelt, nach dem kohlehydrathaltigen Gerichte mit grün gekennzeichnet sind, mit gelb sind fetthaltige Gerichte gezeichnet. Zwischenmahlzeiten sind orange.
Andere Variationen der Trennkost sind die Insulin-Trennkost von Detlef Pape und die Montignac Methode.
Michel Montignac behauptet, das durch das viele und schnelle Insulin produzieren, Fettleibigkeit verursacht, nicht, wie Schulmediziner behaupten dass Fettleibigkeit zu Hyperinsulinismus führt.
Trennkost ist nicht nur eine Methode zur gesunden Ernährung, sondern soll auch zur Gewichtsreduktion dienen. Trennkost hat mit Sicherheit viele Vorteile und kann durchaus auch das Wohlbefinden erhöhen. Es kann als Dauernahrungsaufnahme genauso gut sein, wie wenn man die Trennkost zeitlich begrenzt zu sich nimmt.