Mo 17 Mai 2010
Seniorenhandys sind noch Jung!
Geschrieben von yung unter Kommunikation
Kommentare deaktiviert
Wer sich unsere Gesellschaft etwas genauer ansieht, wird zweifelsohne erkennen, dass der Anteil an älteren Menschen immer größer wird. Um so verwunderlicher ist es, das diverse technische Entwicklungen erst nach und nach auch Senioren gerecht hergestellt werden. Ähnlich verhielt es sich im Bereich der mobilen Kommunikation: Seniorenhandys sind relativ neu am Markt und dementsprechend auch noch ausbaufähig.
Bis jetzt kann man sagen, dass Seniorenhandys ein leichtes und problemloses Telefonieren ermöglichen können. Langsam aber sicher sind die einzelnen Hersteller aber auch darauf bedacht, Modelle herzustellen, die auch andere Funktionen für ältere Menschen anbieten.
Prinzipiell sind Seniorenhandys so ausgelegt, dass sie Altersschwächen wie Hörverlust oder verminderte Sehstärken ausgleichen können. Diese Geräte sind meist mit größeren Tasten belegt. Somit verzichtet man automatisch auch auf unnötige Belegungen, die für die Telefonie an sich nicht gebraucht werden.
Auch das Display zeichnet sich dadurch aus, dass es auf Sehschwächen reagiert und die Augen entspannt. Es ist größer, bietet auch größere Zeichen an, der Bildschirm ist heller und verfügt über kontrastreiche Farben. Zusätzlich dazu kann man den Bildschirmtext aus fast jedem Winkel ablesen.
Für Menschen mit einer Hörschwäche werden Klingeltöne in einer speziellen, höheren Frequenz angeboten, sodass eingehende Anrufe auch wahrgenommen werden können. Diese neu konzipierten Seniorenhandys können auch an ein Hörgerät induktiv ankoppeln und somit die Hörqualität verbessern. Dafür muss das Hörgerät aber über eine sogenannte Telefonspule verfügen. Das Handy überträgt dann die Sprache über ein elektromagnetisches Feld direkt auf das Hörgerät. So kann man auch Nebengeräusche ausblenden.
Etwas neuere Modelle verfügen auch über GPS-Ortungssysteme oder über die sogenannte Telemedizin: Mit deren Hilfe werden medizinische Daten an einen Arzt übermittelt, umgekehrt werden auch Daten empfangen, beispielsweise Therapieanweisungen.
Laut einer Studie der Uni-Berlin wollen aber ältere Menschen auf diverse Funktionen wie SMS oder Handykameras nicht verzichten. Zu kleine Tasten oder komplizierte Abläufe verhindern meist deren Verwendung. Zukünftige Seniorenhandys werden darauf mit Sicherheit reagieren und für einfache und intuitive Anwendungen sorgen.