Mo 2 Aug 2010
Ökostrom – wie funktioniert das eigentlich?
Geschrieben von Willi unter Energie
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In Zeiten globaler Erwärmung und zunehmender Umweltkatastrophen rückt der Umweltschutz immer stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft. Mit dem Beginn der Diskussionen um den effektiven Umweltschutz begann auch der Aufstieg der erneuerbaren Energien. Immer wieder wird gefragt, wie jeder einzelne zur Förderung der erneuerbaren Energien beitragen kann. Schlechte Kommunikation und mangelnde Informationen zu diesem Thema machen es dem normal sterblichen Bürgern nicht gerade einfach die Zusammenhänge in der Energiewirtschaft zu verstehen. Dabei ist Ökostrom eine gute Möglichkeit für den Einzelnen etwas für die Umwelt zu tun und den Ausbau von erneuerbaren Energien zu fördern. In Deutschland wird überwiegend Windenergie genutzt, aber auch Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie nehmen an Bedeutung zu. Im Jahr 2009 wurden schon 16 % des jährlichen Stromverbrauchs in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt, das ist mehr als doppelt so viel wie noch vor 10 Jahren. Da Strom von Ökostromanbietern nicht teurer ist als klassischer Strom, können Privatpersonen dazu beitragen, erneuerbare Energien zu fördern und somit die Umwelt zu schützen. Wie kann der Verbraucher jedoch sicher gehen, dass durch die Nutzung von Naturstrom tatsächlich erneuerbare Energien gefördert werden und die Umwelt geschützt wird?
Letztendlich ist der Strom, der aus den Steckdosen kommt, überall gleich, denn es ist technisch einfach nicht möglich, ein Gebäude mit sauberen Strom zu beliefern und z.B. das Nachbarhaus mit normalen Strom. Schon hier kann der Kunde bei der Wahl des Ökostromanbieters darauf achten, dass bestimmte Qualitätsmerkmale vorhanden sind, um sicher zu gehen, dass hier auch erneuerbare Energien gefördert werden. So sollte der Stromanbieter z.B. seinen Strom auch aus neuen Anlagen beziehen und ausbaufähige Technologien unterstützen. Wichtig ist zudem, dass der Naturstromanbieter nachweisen kann, wo er seinen Strom her bekommt. So sollte der Anbieter z.B. Lieferverträge mit den Erzeugern haben und seinen Strom nur direkt von den Erzeugungsanlagen beziehen. So ist auch sichergestellt, dass Ökostrom nicht in alle Ewigkeit subventioniert werden muss: Wenn der Ökostromanbieter einen Liefervertrag mit einem durch das Erneuerbare Energien Gesetz geförderten Stromerzeuger abschließt, dann wird diese Anlage für die Zeit des Vertrages aus der EEG-Förderung herausgenommen. Das heißt, dass die Anlage nicht mehr mit öffentlichen Mitteln gefördert werden muss, denn das übernimmt der Ökostromanbieter – und so trägt der Kunde, der sich für Ökostrom entschieden hat, zu dem Ausbau erneuerbarer Energien bei.
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