Fr 22 Jan 2010
Jagdverhalten beim Hund
Geschrieben von ado83 unter Haustiere
Kommentare deaktiviert
Jeder Hund ist mit einem angeborenen Jagdtrieb ausgestattet. Bei ausgesprochenen Jagdhunden kommt es sogar darauf an, diesen Trieb zu fördern und in geeignete Bahnen zu lenken. Doch manch ein Hundebesitzer wäre froh, wenn sein Vierbeiner etwas weniger jagdfreudig wäre und Nachbars Katze oder den Hasen auf dem Spaziergang lieber in Ruhe lassen würde. Dem ist durch eine geeignete Erziehung beizukommen. Der Hund muss dafür lernen, seinen Trieb im Zaum zu halten. Hundeschulen bieten ein diesbezügliches Training an, aber natürlich kann auch jeder Hundebesitzer zu Hause daran arbeiten, sofern er ein gewisses Maß an Wissen über die Psyche und das Verhalten des Hundes hat.
Der Hund jagt, weil das seinem Beutetrieb entspricht. Früher einmal, als Wolf, musste er jagen, damit er etwas zu fressen bekam. Heute jagen die Hunde nur noch aus Trieb und nicht mehr aus Notwendigkeit. Daher muss dem Hund bewusst gemacht werden, dass das falsch ist und dass er dafür mit Sicherheit keine Belohnung erwarten kann. Als sehr gutes Hilfsmittel für unterwegs hat sich dabei die Schleppleine erwiesen. Sie ist rund zehn Meter lang und der Hund hat so das Gefühl, er würde den Freilauf genießen können. Im Ernstfall, wenn der Hund nicht mehr hört, kann Herrchen oder Frauchen aber die Leine nutzen und den Hund zurückholen. Dafür muss die Leine stabil genug sein und darf keine Beschädigungen aufweisen. Ein Hund, der einmal Glück damit hatte, davon zu laufen, wird das immer wieder versuchen und es wird immer schwerer, ihm das abzugewöhnen. Will der Hund nun also jagen, so wird er mit der Leine zurückgeholt. Hört er sogar auf Herrchen oder Frauchen, bekommt er natürlich eine Belohnung.
Das Jagdverhalten wird bei Diensthunden aber gefördert. Hier steht allerdings der Gehorsam an erster Stelle und der Hund muss zuerst einmal wissen, dass er erst gehorchen muss und nur den Befehlen folgen darf. Natürlich braucht das Tier auch ab und zu eine Bestätigung und muss eine Beute fangen dürfen. Niemals darf es sie aber abschütteln und so töten – auch wenn es nur ein Wurfbeutel ist. Der Diensthund kommt in den meisten Fällen nicht zur Triebbefriedigung, empfindet das aber meist nicht als Manko, denn er bekommt eine Belohnung für sein erwünschtes Verhalten.