Do 22 Apr 2010
Geschichte mal anders: die Geschichte der Schuhe
Geschrieben von Kati Holland unter Familie, Schmuck und Accessoires, Sonstiges
Kommentare deaktiviert
Die heute bekannten Schuhmodelle gehen alle auf eine kleine Zahl von Grundmodellen zurück. Die meisten davon wurden im 19. Jahrhundert entwickelt. Das war der Zeitpunkt, zu dem sich in Europa gesellschaftlich viel veränderte. Die ersten Modejournale wurden gegründet und die Mode unterlief einem radikalen Wandel. Bisher wurden nur bodenlange Röcke getragen. Somit war es unwichtig, wie das Schuhwerk aussah, denn es war sowieso nicht zu sehen. Nun wurden die Röcke kürzer und die Schuhe damit sichtbar. So kam der Wunsch auf, nicht nur schöne Kleider zu tragen, sondern auch schön Schuhe. Deshalb begann sich die Schuhmode zu verändern. Die Zahl der verfügbaren Modell stieg rasant und es entwickelten sich qualitative Unterschiede, weil nicht mehr nur handgemachte Schuhe existierten, sondern auch industriell gefertigte.
Hinzu kamen verbesserte Herstellungsverfahren, Neuerungen wie Verstärkungen aus Stahl für den Schuhboden oder auch neue Gerbtechniken. Mit der Entwicklung der Färbemöglichkeiten für das Leder und anderen Entwicklungen, sowie dem aufkommen der ersten Haute Couture wurden der Bedarf an adäquater Schuhmode und auch die Möglichkeiten vergrößert.
Zu früheren Zeiten, wie z.B. im Mittelalter, gab es zwar auch schon Modeerscheinungen wie die Schnabelschuhe oder die Kuhmaulschuhe. Diese waren aber deutlich langlebiger als die heutige Schuhmode und auch für alle Käuferschichten einheitlicher als heute. Mit dem Aufkommen der Haute Couture jedoch veränderte sich der Schuhmarkt elementar.
Heute scheint die Vielfalt an Schuhmodellen extrem groß zu sein. Jedoch lassen sich alle Modelle auf einige wenige Grundtypen herunter brechen. Die ständig wechselnde Mode ist es, die die Vielfalt so enorm steigert. Ständig ändern sich kleine Details wie Absatzhöhe, Schafthöhe, Absatzform oder Spitzenform. Das trägt dazu bei, die Auswahl gewaltiger zu empfinden, als sie ist. Die Vielfalt an Pumps, Ballerinas, Spangenschuhen, Highheels, Peeptoes, Mules, Sandalen, Slingpumps und vielen anderen kann die Käuferin manchmal fast erschlagen. Sie sorgt aber auch dafür, dass immer für jeden Geschmack, jede Gelegenheit und jeden Geldbeutel etwas zu finden ist.