Mo 20 Feb 2012
Die verschiedenen Bibelübersetzungen
Geschrieben von Nexter unter Bildung
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Die Bibel ist vom Urtext her nur ein einziges Buch. Und doch gibt es die verschiedensten Übersetzungen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Hier sollen nun die wichtigsten Deutschsprachigen Bibelübersetzungen mit ihren jeweiligen Vorzügen vorgestellt werden.
Die bekannteste Übersetzung ist zweifellos die von Martin Luther. Sie wurde regelmäßig revidiert, d.h. dem sprachlichen Wandel angepasst und um die neuesten Forschungsergebnisse ergänzt. Sie ist weit verbreitet und wird gewöhnlich mehr von evangelischen Kirchen oder evangelikalen Gemeinden verwendet und geschätzt. Allerdings hat Luther seinen eigenen Sprachstil, der zwar sehr blumig, aber nicht immer verständlich ist.
Die genaueste Bibelübersetzung ist die Elberfelder Bibel. Sie orientiert sich weitgehend am Urtext, ist daher aber auch schwerer lesbar. Die Genauigkeit geht hier auf Kosten der flüssigen Lesbarkeit. Trotzdem wird diese Übersetzung von vielen Christen wegen ihrer Exaktheit geschätzt.
In die selbe Richtung geht die Schlachter-Übersetzung von 1951 die ebenfalls sehr originalgetreu ist. Nach einer Revision im Jahre 2000 ist diese Bibel zudem besser lesbar und erfreut sich daher gestiegener Beliebtheit.
Die Übersetzung von Bruns (1963) ist ziemlich aktuell, aber schlicht. Sie ist gut verständlich und theologisch unbedenklich. Allerdings sind hier die Einleitungen und Anmerkungen nicht immer theologisch haltbar.
Die Gute-Nachricht Bibel und die Übersetzung „Hoffnung für alle“ sind vor allem darauf ausgelegt, besonders gut lesbar zu sein. Und sie sind in der Tat sehr flüssig und verständlich zu lesen. Dafür hält man es hier nicht so sehr mit der Originaltreue. Es wird mehr Wert darauf gelegt, den Inhalt dem Sinn gemäß darzustellen.
Die Bibel, die hauptsächlich innerhalb der katholischen Kirche verwendet wird, ist die Einheitsübersetzung. Sie bietet ein ausgewogenes Maß zwischen guter Lesbarkeit und Originaltreue. Diese Übersetzung enthält auch die sogenannten Apokryphen. Das sind Zusatztexte, die nicht offiziell zum Kanon der Bibel gehören, aber dennoch interessant zu lesen sind.
Noch nicht lange erhältlich ist die Neue evangelistische Übertragung von Karl-Heinz Vanheiden. Der Schwerpunkt liegt hier auf der evangelistischen Absicht. Dieses Neue Testament ist daher besonders gut für Menschen geeignet, die noch nicht gläubige Christen sind.
Für das Bibelstudium wird empfohlen 2-3 Bibelübersetzungen parallel zu verwenden. Am Besten ist eine gute Mischung aus wörtlichen und flüssig lesbaren Übersetzungen. Ein gutes Bibellexikon und Kommentare bilden eine ideale Ergänzung für das persönliche Bibelstudium.