Um die Welt zu entdecken, sein Königreich auszuweiten und wirtschaftlichen Handel zu betreiben, nutzte man einst vorwiegend die Seefahrt. Sie hat sich schon vor Tausenden von Jahren entwickelt. Durch sie haben Menschen neues Land entdeckt und besiedelt, ferne Kulturen mit nach Hause gebracht, neue Handelspartner und Handelswaren gefunden. Ohne sie wäre man wahrscheinlich nie nach Amerika gekommen, hätte keine Inseln besiedeln können und viele Tiere wären ‘zuhause’ geblieben, statt andere Landschaften zu besiedeln und zu verändern. Berühmte Seefahrer sind beispielsweise Kolaios von Samos, der als erster um 700 v. Ch. über Gibraltar hinaus segelte. Knapp 1000 Jahre später waren es die Karthager die Britannien und die zentralafrikanische Küste erforschten. 300 Jahre später kam der erste Grieche, Pytheas, an den Polarkreis bei Thule. Erik, der Rote, besiedelte um das Jahr 0 Grönland, 100 Jahre später entdeckt sein Nachfahre Vinland, das heutige Amerika und vor 600 Jahren segelte der Chinese Zheng He nach Afrika. Die bekanntesten der Neuzeit sind aber Christoph Kolumbus, Vasco da Gama und Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt wurde. Die Griechen waren eines der bekanntesten Seefahrervölker, genauso wie die Wikinger, Polynesier, Phönizer und Melanesier.

Segeln als Sport
Heute ist es weniger die Seefahrt, die die Menschen auf das Segelboot bringen, sondern der Sport. Die Seefahrt als solches ist von motorbetriebenen Schiffen ersetzt worden. Doch das Seefahrerherz schlägt weiterhin in so manchen Küstenbewohner und so segelt er im Urlaub auf Seen und Meeren, meist an wundervollen Urlaubsorten. An fast allen Küsten-Urlaubszielen findet man Segelvereine und Mietboote.