Betriebswirtschaftslehre, oft auch kurz BWL genannt, befasst sich,
wie der Name bereits verrät, mit wirtschaftlichen Thematiken
innerhalb von Unternehmen. Eine verwandte Wissenschaft ist die
Volkswirtschaftslehre. Die BWL nimmt allerdings im Gegensatz zu
letzterer immer die Perspektive eines konkreten Betriebes ein.
Kaum eine Wissenschaft ist so facettenreich wie die BWL.
So behandelt man im BWL-Studium sehr viele unterschiedliche
Fachbereiche wie Management, Marketing oder Wirtschaftsrecht.
Meist ist das Grundstudium relativ allgemein gehalten, sodass
man sich zunächst einmal in all diesen Bereichen ein solides
Grundlagenwissen aneignet, um sich dann später in einem oder
mehreren Bereichen zu spezialisieren. Welche Spezialisierungs-
möglichkeiten angeboten werden und auf welche Disziplinen
besonderer Wert gelegt wird ist von der Hochschule abhängig.
Hierüber sollte man sich unbedingt schon vor Studienbeginn
informieren. Besonders an Fachhochschulen werden aber auch viele
von anfang an stark spezialisierte Varianten des BWL-Studiums
angeboten, die beispielsweise speziell auf einzelne Branchen wie
die Banken- oder Versicherungsbranche ausgerichtet sind.
Ein BWL-Studium kann man an Universitäten und an Fachhochschulen
absolvieren, wobei es jeweils spezielle Zulassungsvoraussetzungen 
gibt. Während man an Universitäten in der Regel immer Abitur
benötigt, um BWL studieren zu können, reicht an Fachhochschulen
teils auch ein Realschulabschluss oder eine abgeschlossene
Berufsausbildung aus. Die genauen Bedingungen werden hierbei aber
immer von der Hochschule festgelegt.
Meist ist auch an Universitäten die Abinote nicht das einzige
Kriterium, nach dem Bewerber ausgewählt werden. Ähnlich wichtig
sind den Unis nämlich Fremdsprachenkenntnisse, politisches und
soziales Engagement und eventuell vom Bewerber bereits geleistete
Praktika. Wer sich in diesen Bereichen besonders hervortut, kann
auch mit etwas schlechterem Abitur einen Studienplatz
für ein BWL-Studium an einer der besonders angesehenen und
beliebten Universitäten bekommen. Neben all diesen Voraussetzungen
sollte man außerdem ein gutes mathematisches Grundverständnis
und Interesse für wirtschaftliche Fragestellungen mitbringen,
um im Studium erfolgreich sein zu können.
Hat man das BWL-Studium endlich begonnen, dann ist es nicht
nur wichtig, viel zu lernen, um in den Klausuren gut
abzuschneiden. Mindestens genauso wichtig für die optimale
Vorbereitung auf den Berufseinstieg ist das Sammeln von
Praxiserfahrungen. Leider kommt dies gerade an Universitäten
häufig zu kurz. Daher sollte man während des BWL-Studiums in
den Semesterferien mindestens ein Berufspraktikum in einem
Unternehmen absolvieren. So hat man die Möglichkeit,
herauszufinden wo man nach dem Studium gerne arbeiten möchte
und kann bereits erste wichtige Kontakte knüpfen.