Di 8 Sep 2009
3 Millionen neue Überwachungskameras in China
Geschrieben von weege unter Politik
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In den Großstädten Chinas wurden vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit mehr als 2,7 Millionen Überwachungskameras angebracht. In den kommenden Monaten soll dieser Vorgang auch auf kleinere Städte und ländlichere Gegenden übertragen werden. Die aufgezeichneten Videos werden mit einem Computer verknüpft und eine Gesichtserkennungssoftware meldet dann, wenn verdächtige Personen erkannt werden. Wo die Grenze zwischen “verdächtig” und “unverdächtig” in China besteht, kann man hier nur mutmaßen.
Die einzelne Überwachungskamera ist gar nicht so leicht zu erkennen, denn sie sieht aus wie Fernsehbildschirm. Sie zeichnet Videos auf Festplatten auf, die jeden Tag ausgetauscht werden. Zudem wird das Material täglich ausgewertet. Dies ist ein Unterschied zu Großbritannien, wo man zeitlich und personell nicht mit der Auswertung hinterher kommt. Ob der Einsatz der flächendeckenden Videoüberwachung dadurch effektiver wird, muss sich erst noch zeigen.
Nicht nur die Hauptstraßen werden überwacht, auch kleinere Nebenstaßen oder das Innenleben von großen Gebäuden. Ein starker Einschnitt in die Privatsphäre der Bürger, bei dem Datenschützer natürlich protestieren. Aber es ist nicht zu erwarten, dass die chinesische Regierung von ihren Plänen der Überwachung abweicht.